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Norwegen

Norge
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Im Sommer 1999 bin ich mit einer Freundin aufgebrochen, um dreieinhalb Wochen lang das Land der Vikinger, der Elche und der Fjorde zu erkunden. Zu diesem Zweck besorgten wir uns einen alten,  zugegebenermaßen leicht klapprigen Renault, den wir liebevoll "Moosie" tauften und der uns brav (von zwei kleinen Pannen jeweils in Dänemark abgesehen) von Südbaden nach Nordnorwegen und wieder zurück brachte.

moosie
Mit der Fähre landeten wir also in Larvik, südwestlich von Oslo und begaben uns schnurstracks nach Porsgrunn zu Freunden. Neben einer Porzellanfabrik (Porsgrund) bietet der Ort auch ein interessantes Hinterland mit schärenaähnlichem Fjord, dem Frierfjord, den wir mittels Motorboot durchkreuzten, in Brevik an Land gingen, um ein Bier zu trinken und wieder zurückfuhren.

Frijerfd1

Frijerfd2

Frijerfd3

Von Porsgrunn aus führte uns die Tour über Kongsberg, Geilo und Voss sozusagen an der Hardangervidda vorbei nach Bergen, wo wir als erstes diesen schönen See mit Fontäne fanden.

Bergen Park

Danach haben wir uns die "Tyske Bryggen" angeschaut, das alte  Hanseatische Kontor.


bergen

Die weitere Tour führte uns über Sognefjord,  Jotunheimen, Geirangerfjord, Trollstiegen, durch eine wunderbare Landschaft nach Trondheim.

jotun

Fluss

lake

Trondheim hat unter anderem alte Speicherhäuser am Nidelv, den Nidarosdom (Trondheim hieß früher Nidaros) an dem seit 1152 gebaut wird und in dem die Könige von Norwegen gesalbt wurden und werden sowie ein sehr praktisches Fahrradleihsystem zu bieten.

trondheim

nidarosdom

Wie schon kurz angedeutet, besitzt Trondheim eine sehr fahrradfahrerfreundliche Infrastruktur. Man kann die Vollgummi-Bereiften Velos wie einen Einkaufswagen  an einer der zahlreichen Verleihpunkte "loseisen" und dann nach Lust und Laune durch die Stadt düsen. An einer Stelle, wo's den Berg raufgeht gibt's sogar einen Fahrrad-Lift, einfach eine Schiene in der Strasse, in der nach Einwurf einer Münze eine Fußraste losrast und einen, so man seinen Fuß rechtzeitig draufgestellt bekommt , bergaufwärts schiebt.
Es gibt eigentlich nur 2 Schwierigkeiten. Zum einen sind die Fahrradwege manchmal unangenehm höhenlimitiert (s.rechts), zum anderen haben die ortsansässigen Kinder und Jugendlichen einen attraktiven Nebenerwerb entdeckt - das Klauen und retournieren der Göppel; dann gibts nämlich das Pfand - Kaffeetrinken o.ä. kann auf diese Art und Weise recht kurzweilig werden und zu kurfristigen sportlichen Höchstleistungen (20m in unter 4 Sekunden - damned Bastards!) führen.




Mauszuck
velo

Norwegen hat schon so ein paar Sachen zu bieten. Z.B. diese rotgestrichenen Holzhäuschen, die mich immer an Bullerbü erinnern (jaja, ich weiß, das ist Schweden....), oder Stabkirchen.

bullerby

Die ehemals 1000, mittlerweile noch knapp 30 Stabkirchen, die immer und komplett aus Holz gebaut sind haben ihren Namen von den senkrecht stehenden Masten (staver), die das tragende Grundgerüst dieser  aus dem 11. - 16. Jahrhundert stammenden Gotteshäuser bilden.

stabkirche

Die Tour ab Trondheim führte weiter nach Norden, immer der E 6 folgend, vorbei am "wunderschönen" Majasee, dessen Campingplatz für eine Übernachtung vorgesehen war, sich dann aber beim ersten Öffnen der Türen als Schnakendepot outete und somit innerhalb weniger Sekunden disqualifizierte, nach Mo i Rana und zum Polakreis, mit Besucherzentrum, Monument etc. Ab Mo i Rana war alles im Polarsirkelen-Fieber.

polaesirkelen

Nach einem Abstecher nach Bodo (was nicht Bodööö sondern "Bude" ausgesprochen wird, genauso wie Oslo z.B. "Uschlu" oder Kjerringoy  als Chjerringöy....) und dem Mahlstrom Saltströmmen immer weiter nach Norden nach Narvik und von dort aus auf die Lofoten. Dort habe ich auch zum ersten mal in freier Natur die Polarbeere, genannt Multebaer (mültebär) gesehen - Insbesondere als Marmelade auf frischen Waffeln ein gar vorzüglich Naschwerk!   
multe

Die Lofoten sind ein einzigartiges Fleckchen. Das Beeindruckende ist einfach die Steilheit, mit der die Berge von Meeresniveau auf riesige Höhen ansteigen. In die Täler und kleinen Stellen am Ufer, wo sich der Anstieg nicht unmittelbar vollzieht, sondern noch etwas Platz für Häuser lässt sind Siedlungen entstanden und die einzelnen Inseln sind mit zum Teil atemberaubenden Brücken verbunden.

svolvaer

Die Lofoten sind traditionell fest in der Hand der Fischer. Das althergebrachte Exportgut ist Stockfisch, der auf solchen Holzgerüsten getrocknet wird.

Fisch

Der Campingplatz bei Flakstad hat uns besonders gut gefallen, da er direkt am Strand gelegen ist.

flakstad

Eines der für mich beeindruckensten Naturphänomene im hohen Norden ist die Mitternachtssonne. Das Licht das sie so kurz  über dem Horizont abgibt ist sehr stimmungsvoll und warm und bei klarer Sicht kann man stundenlang dasitzen und genießen!

sunset

mirror Maus

Man braucht auch wirklich gar nichts zu tun, sie geht schon nicht unter!!

atlas

Es waren drei sehr schöne Wochen, in denen wir das sehr große Glück hatten, nur einen halben Tag Regen zu haben. Bei strahlendem Sonnenschein wird es auch nördlich des Polarkreises angenehm warm, vereinzelt habe ich sogar Leute beobachtet, die sich ins Nordmeer gewagt haben, jaja, sowas soll's geben!





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